05 | 09 | 2010
Geschichte

 

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Aue

 

 

 

Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Aue gab es sogenannte Feuerlöschmannschaften, die bei Bedarf zusammengerufen wurden und auch zu gelegentlichen Übungen zusammentraten. Anläßlich einer solchen Übung im Sommer 1904 beschloß man, in Aue eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

 

 

1905    Die Freiwillige Feuerwehr der damals selbständigen Gemeinde Aue wird im April gegründet Zum Kommandanten gewählt wurde Bürgermeister August Wenner. Unter seiner Leitung, die bis 1913 dauerte, mußte in Aue kein größerer Brand bekämpft werden. Um so wichtiger war die Bedeutung der Wehr im gesellschaftlichen Leben von Aue, da Feuerwehrbälle und Frühjahrsausflüge den strengen Übungsdienst etwas auflockerten.

 

1909    Sehr zur Erleichterung der Wehr wurde in Aue eine Wasserleitung eingerichtet.

 

1913    Erster Kommandantenwechsel. Ludwig Cramer wird neuer Kommandant.

In seine Amtszeit, die bis 1922 dauerte, war die Wehr weniger vom Glück begünstigt, nicht nur wegen des von 1914 bis 1918 dauernden 1. Weltkrieges, sondern auch wegen der vier Brände, die in den Protokollbüchern erwähnt werden.

 

1921    Die damals selbständigen Gemeinden Aue und Durlach schließen sich zusammen

 

1922    Wilhelm Berggötz sen. wird zum Kommandanten gewählt

 

1927    Am 15. Januar konnte das neue Gerätehaus bezogen werden. Das alte Gerätehaus, das an der Kreuzung Ostmarkstraße - Westmarkstraße stand, wurde abgebrochen.

 

1930    Feier des 25-jährigen Betsehens im großen Rahmen mit Fahnenweihe

 

1936    Wilhelm Berggötz jun. wird neuer Kommandant

 

1938    Am 1. April bestimmt der Reichsstatthalter Robert Wagner die Eingemeindung von Aue und Durlach nach Karlsruhe.

 

1939    Der zweite Weltkrieg beginnt am 1.September. Viele Feuerwehrmänner wurden zur Wehrmacht eingezogen oder wurden zu einer polizeiähnlichen Organisation, dem Sicherheitshilfsdienst (SHD) eingezogen. Diese Periode war wohl die schwerste in der Geschichte der Auer Feuerwehr. Die personell sehr geschwächte Wehr wurde zu einem „Feuerlösch-Schnellkommando“ zusammengefaßt und mußte viele Einsätze während dieser Zeit unter dem stellvertretenden Kommandanten Eduard Rausch fahren.

 

1945    Der furchtbare Krieg ist am 8. Mai beendet.

Während der 1. Kommandant noch in Kriegsgefangenschaft ist, bekam Eduard Rausch von der damaligen Militärregierung den Auftrag, die Freiwillige Feuerwehr in Aue wieder ins Leben zu rufen.

1952    Ein Spielmannszug wird gegründet

 

1955    Das 50 jährige Jubiläum wird vom 2. bis 4. Juli im großen Rahmen gefeiert.

 

1960    Herrmann Born wird 1. Kommandant

 

1961    Der Spielmannszug wird zu einem Fanfarenzug. Die Leitung des Fanfarenzuges übernimmt Kurt Eissner aus Untergrombach.

 

1965    Willi Geißler wird zum Kommandanten gewählt.

Unter seiner Führung gab es einen bemerkenswerten Aufschwung:

Die Wehr zählte ca. 50 aktive Mitglieder.

 

1966    Im Gesetz über den Zivilen Bevölkerungsschutz werden die Feuerwehren verpflichtet, den Brandschutz zu übernehmen. Dafür werden vom Bund den Wehren Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Für Aue war das

-  ein Löschfahrzeug LF 16 TS, Besatzung 9 Mann

-  zwei Tanklöschfahrzeuge TLF 8 mit 800 l Wassertank, Besatzung 3 Mann

-  ein Mannschafts-Transportfahrzeug MTW

Außerdem verfügte die Wehr über zwei Fahrzeuge, die von der Stadt Karlsruhe zur Verfügung gestellt wurden:

-  ein Löschfahrzeug LF8/8, Besatzung 9 Mann

-  ein Tragkraftspritzenfahrzeug, Besatzung 3 Mann

 

Unter Willi Geißlers Leitung kam es zu spektakulären Einsätzen zusammen mit der Berufsfeuerwehr und anderen Freiwilligen Feuerwehren.

 

1969    Brand des Wertkauf-Centers

 

1970    Am 01. Juli wird die Jungendfeuerwehr gegründet.

 

1971    Beginn der Partnerschaft mit der Feuerwehr Auernheim, Kreis Heidenheim. Anläßlich des Kreisfeuerwehrtages verbringt die Auer Wehr zwei unvergeßliche Tage in Auernheim und besiegelt die Partnerschaft mit der dortigen Wehr.

 

1972    Gasexplosion in einem Hagsfelder Wohnhaus. Vier Bewohner kommen ums Leben.

 

1973    Dachstuhlbrand im neuen Staatstheater in Karlsruhe

Einige Wehrmitglieder sind mit einer größeren Abordnung aus dem Raum Karlsruhe bei der Waldbrandkatastrophe in Niedersachsen

 

1975    Drei Gruppen der FF Aue legen nach vielen Übungen das Leistungsabzeichen in Bronze beim Feuerwehrgerätehaus in Bulach ab.

 

1976    Großbrand beim Versandhaus Heinrich Heine. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren sind mit allen verfügbaren Kräften viele Stunden vor Ort.

 

1976    Zwei Gruppen erhalten das Leistungsabzeichen in Silber nach geglückter Abnahme in Oberreut

 

1979    Neuer Kommandant wird Heinz Burghardt.

 

1980    Großes 75-jähriges Jubiläumsfest vom 5. Juli bis zum 7. Juli auf dem Festplatz.

Bei dieser Gelegenheit übergibt Kurt Eissner die Stabführung des Fanfarenzuges an Bernd Burghardt. Mehr als 20 Jahre leitete Kurt Eissner jeden Montag die Proben und führte den Fanfarenzug bei unzähligen Auftritten wie Wertungsspielen, Feuerwehrfesten und Fastnachtsveranstaltungen. 

 

1987    Das Feuerwehrgerätehaus wir komplett renoviert. Im Erdgeschoß entstehen 4 Stellplätze für die Löschfahrzeuge sowie Umkleideräume, Toiletten und Duschräume. Im Obergeschoß gibt es jetzt einen großen Unterrichtsraum, eine gut eingerichtete Küche, ein Kommandozimmer, einen extra Unterrichtsraum für die Jugendfeuerwehr sowie Toiletten und Duschen für Frauen.

 

1992    Rolf Burghardt wird 1. Kommandant

 

1996    Herbert Steinhardt wird 1.Kommandant.

 

2002    wird die Parallelalarmierung und die neue Alarm- und Ausrückeordnung durch die Berufsfeuerwehr eingeführt. Das bedeutet, daß je nach Lage neben der Berufsfeuerwehr die Auer Wehr zusammen mit Durlach und / oder Wolfartsweier alarmiert wird. Dadurch steigt die Anzahl der Alarmierungen von 21 im Jahr 2000 auf 71 im Jahr 2004.

 

2004    Abmeldung des Fanfarenzuges. Aufgrund der starken Belastung durch Übungen und Einsätze ist an regelmäßige Fanfarenproben nicht mehr zu denken.

 

2005    100-jähriges Jubiläumsfest vom 25. Juni bis 27. Juni vor dem Feuerwehrgerätehaus und auf der Ostmarkstraße zwischen Kärntnerstraße und Westmarkstraße. Die Bevölkerung feiert mit ihrer Wehr ein großes Fest. Für alle Altergruppen wird etwas geboten: Beachparty für die jüngere Generation am Samstag, Spanische Nacht mit Flamenco am Sonntag und Musik mit der Gruppe „Pik As“ am Montag mit abschließendem Feuerwerk.

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Bearbeitung am 17.05.2009 Reinhard Riedlinger